Neue Feuerwehrdrohne im Dienst
Die Drohneneinheit Teck stellt die neu angeschaffte Drohnentechnik zusammen mit Ihren Spendern in den Einsatzbetrieb.
Großer Erfolg der Drohneneinheit Teck: Überwältigende Spendenbereitschaft und feierliche Geräte-Enthüllung. Am 28. November 2025 erlebten die Feuerwehren Dettingen unter Teck und Owen einen ganz besonderen Abend. Neben einer eindrucksvollen Drohnen-Show am Himmel sorgte vor allem die unglaubliche Spendenbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger für Begeisterung. Innerhalb kürzester Zeit kamen 26.080 Euro zusammen – weit mehr als die ursprünglich benötigten rund 17.500 Euro. Angesichts der angespannten Haushaltslagen beider Kommunen hatten sich die Verantwortlichen im Frühjahr für einen öffentlichen Spendenaufruf entschieden. Das Ergebnis übertraf nun alle Erwartungen.
„Ein fast schon historischer Moment“ Bürgermeister Rainer Haußmann zeigte sich tief beeindruckt: „Ich war am Anfang skeptisch, ob dafür Spenden eingehen werden. Wir sind begeistert.“ Auch Owen Bürgermeisterin Verena Grötzinger sprach von einem Meilenstein in der Zusammenarbeit der beiden Gemeinden: „Wir sind miteinander unterwegs – vor einigen Jahrzehnten hätte man sich das nicht vorstellen können.“
Ein Abend voller Gemeinschaft und Dankbarkeit.
Schon beim Betreten des Silchersaals in der Dettinger Schlossberghalle wurde klar: Die Drohneneinheit Teck hatte sich für ihre Unterstützerinnen und Unterstützer besonders ins Zeug gelegt. Blinkende Absperrleuchten, Warnschilder mit der Aufschrift „Drohne im Einsatz“ und Schutzwesten mit Rollenbezeichnungen wie „Einheitsleiter Drohneneinheit Teck“ wiesen den Weg zur Veranstaltung.
Kommandant Jürgen Holder betonte in seiner Ansprache: „Dieser Abend zeigt, wie stark unsere Gemeinschaft ist.“ Seit rund 15 Jahren verbindet die beiden Wehren eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit. „Es ist ein starkes Team gewachsen – zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger. Die große Spendenbereitschaft zeigt, wie sehr unsere Arbeit geschätzt wird.“
Ein neues Kapitel für die Einsatzmöglichkeiten. Kommandant Markus Taxis erinnerte an die Ursprünge der Idee: Schon vor Jahren wurde bei einer Waldbrandübung eine private Drohne eingesetzt – mit überraschendem Nutzen. „Da wurde uns klar: Diese Technik liefert Informationen, wo wir fußläufig nicht hinkommen.“ Seit März 2023 entwickelte die Drohneneinheit ein umfassendes Einsatzkonzept und investierte über 1.000 Übungsstunden in Ausbildung und Technik. Die Einheit zählt inzwischen 19 Mitglieder.
Ein „Hightech-Gerät“ dank großer Unterstützung.
Der Initiator der Einheit, Karsten Rommel, scherzhaft als „Drohnenboss“ vorgestellt, erklärte den Weg zur neuen Einsatzdrohne. Ursprünglich war ein Modell im Wert von rund 17.000–18.000 Euro geplant – die großzügigen Spenden ermöglichten jedoch die Anschaffung eines deutlich leistungsfähigeren Systems.
Bei der Veranstaltung wurde das neue Gerät zunächst in einem kurzen Video vorgestellt, dann feierlich enthüllt und schließlich im Außenbereich vorgeführt.
- DJI Matrice 400 RTK
- Gewicht: 12,5 kg (plus bis zu 4,5 kg Zusatzlast)
- Wärmebildkamera für Personensuche und Brandaufklärung
- Laserradar (LiDAR) zur Hinderniserkennung
- Hochauflösende Kameratechnik
- Lautsprecher für Warnmeldungen und Durchsagen
- Stabiler Flugbetrieb auch bei schwierigen Lichtverhältnissen
Die Zuschauer konnten auf Monitoren live verfolgen, wie die Drohne mit letzter Resthelligkeit beeindruckend klare Bilder lieferte – und dabei ihre präzisen Sicherheitsroutinen durchführte, ein besonderer Moment über der nächtlichen Schlossberghalle. Der Höhepunkt des Abends, als die Drohne in den kalten Nachthimmel stieg, richteten sich alle Blicke nach oben. Die Aufnahmen auf dem Bildschirm zeigten eindrucksvoll, wie modernste Technik künftig die beiden Feuerwehren unterstützen wird – von der Vermisstensuche über Lageaufklärung bis hin zu Katastropheneinsätzen.
Die Drohneneinheit Teck bedankt sich herzlich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern. Dieser Abend hat gezeigt, was möglich ist, wenn eine ganze Region zusammensteht.
C. A. Leuze GmbH + Co. KG • Stiftung Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen - Cents for help e.V. (Bosch-Gruppe) • TOSSTEC GmbH • SparkassenVersicherung Gebietsdirektion Owen Schmid-Raichle Precker GbR • Wanner Freizeit GmbH & Co. KG • Zahnärzte Dr. Koch, Dr. Goth & Partner • WK TOOLING OHG • Eberhardt Heizung-Installation-Solar GmbH • Florian Most • Bernhard Most • Elektro Raichle GmbH • Infra-teck GmbH • Getränke Hoyler Inhaber Heiko Hoyler • Teck-Tor GmbH • Rebmann Zimmerei-Holzbau Achim Rebmann • VINOTECK GmbH • Paul Barner Malerbetrieb Inh. Timo Barner • Peter`s Fahrschulen GmbH • Gudrun Birkenmaier • Wiethoff GmbH • BTS Logistik GmbH • Nahkauf Huber GmbH • Thomas Meglic Karolina Stuhec-Meglic • C. Ensinger GmbH & Co. KG • City Bar • Doris und Werner Imrich • Dr. med. Dieter Bössenecker Christa Miller-Bössenecker • Klaus Stehlik Wärmeservice • Kunz Spannwerkzeuge GmbH & Co. KG • Volker Hahnel Steinmetzbetrieb • Dr. Roland Krämer • Martin Edelmann • Irmgard und Ulrich Grötzinger • Walter Wanner • Friedrich Grötzinger • Daniela Braun • Sonja und Thomas Mayer • Höfle GmbH • Stephan Leins • Christel Räpple • Ulrich Maier • Herbert Gneiting & Ute Maiwald-Gneiting • Hans-Dieter und Gertrud Diez • Werner Ebner • Petra und Manfred Schuster
Einsatzabteilung
Für die Sicherheit der ca. 3500 Einwohner der Stadt Owen sorgt unter anderem die Freiwillige Feuerwehr. 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr, sind die Frauen und Männer ehrenamtlich tätig, um schnelle Hilfe bei Unglücksfällen jeglicher Art zu leisten. Das Einsatzgebiet umfasst 9,7 km² und ist topographisch anspruchsvoll, da unter anderem für die Burg Teck der Brandschutz sichergestellt werden muss. Die Einsatzmittel sind den örtlichen Gegebenheiten entsprechend angepasst.
Neben der Einsatzabteilung, in der 2 Frauen und 49 Männer ihren Dienst versehen, gibt es noch eine Jugendfeuerwehr mit 12 Mitgliedern sowie eine 15 Mann starke Altersabteilung.
Die Einsatzabteilung gliedert sich wie folgt:
Führung
Die Führung der Feuerwehr Owen besteht aus einer klassischen Stellvertreter-Konstellation. Dabei wird Kommandant Markus Taxis von seinem 1. Stellv. Kommandant Manuel Jauss und seinem 2. Stellv. Kommandant Stefan Tischer unterstützt.
Gruppe 1 und Gruppe 2
Die Mannschaft ist in zwei Gruppen zu je 22 Personen aufgeteilt. Es wird darauf geachtet, dass in jeder Gruppe ungefähr die gleiche Anzahl an Maschinisten und Atemschutzgeräteträgern ihren Dienst versehen. Jede Gruppe übt bei ihren Gruppendiensten das gleiche. Damit ist ein gleiches Ausbildungsniveau innerhalb der Mannschaft gewährleistet.
Somit kann bei Kleineinsätzen, bei denen wenig Einsatzkräfte vorgesehen sind, auf die einzelnen Gruppen zurückgegriffen werden. Dieser Alarmierungswechsel wird jedoch nur Wochentags von 6 Uhr bis 18 Uhr und am Wochenende vorgenommen.
Gruppe 3
In der Gruppe 3 sind 3 Kameraden aktiv. Ab dem 55. Lebensjahr kann man in diese Gruppe wechseln und nimmt dann nur noch an den Gesamtübungen teil.
Sondergruppen
Führungsgruppe
Alle Einsatzkräfte mit der Qualifikation Gruppenführer und höher sind in der Führungsgruppe zusammengefasst. Diese kann separat alarmiert werden und als Unterstützung für die umliegenden Feuerwehren dienen, um dort bei entsprechenden Lagen den Einsatzleiter zu entlasten.
Atemschutz
Bei allen Tätigkeiten, in denen Feuerwehrleute vor gefährlichen Stoffen in der Atemluft oder vor Sauerstoffmangel geschützt werden müssen, wird Atemschutz getragen. Dies ist insbesondere bei der Brandbekämpfung ein unerlässliches Mittel. Die Ausbildung ist körperlich anspruchsvoll und eine entsprechende Tauglichkeit muss regelmäßig ärztlich bescheinigt werden.
Maschinisten
Maschinisten sind speziell ausgebildet, um Feuerwehrfahrzeuge zu bewegen und deren Pumpen und Aggregate zu bedienen. Alle ausgebildeten Maschinisten verfügen über einen LKW-Führerschein, um jedes Fahrzeug fahren zu können.
Türöffnung
Die Gruppe Türöffnung kommt zum Einsatz, wenn geschlossene Türen schnell und möglichst effizient geöffnet werden müssen, z.B. wenn Personen in einer Notlage in Gebäuden eingeschlossen sind. Hierfür wird auf dem LF 16 Spezialwerkzeug mitgeführt, mit dem die Mitglieder dieser Gruppe regelmäßig üben.
Absturzsicherung
Bei Tätigkeiten in absturzgefährdeten Bereichen, z.B. auf Dächern oder in gefährlichen Höhen und Tiefen, wird die Gruppe Absturzsicherung benötigt. Deren Mitglieder verfügen über eine spezielle Ausbildung, um sicher und fachgerecht dementsprechende Einsatzaufträge abzuarbeiten. Die erforderliche Spezialausrüstung wird auf dem LF 8 mitgeführt.
Fahrzeuge
Aufgrund der speziellen geografischen Gegebenheit des Einsatzgebietes (z.B. unwegsames Gelände rund um die Burg Teck) verfügen alle Fahrzeuge über Allradantrieb.
Der Mercedes Benz Sprinter wird in der Feuerwehr Owen in erster Linie als Mannschaftstransportwagen oder als Materialtransport eingesetzt. Bei größeren Schadensereignissen kann dieses Fahrzeug zweckentfremdet werden und als Einsatzleitung genutzt werden.
Besonderheiten
- Mannschafts- und Materialtransport
- Einsatzleitung
Das Löschgruppenfahrzeug LF16/12 ist in der Regel das erste Fahrzeug, welches zum Einsatz ausrückt. Aufgrund der zahlreichen Ausrüstungsgegenstände können Einsätze verschiedenster Art mit diesem Fahrzeug abgearbeitet werden. Dabei verfügt es über spezielle Gerätschaften zur Brandbekämpfung und zur technischen Hilfeleistung.
Besonderheiten
- Automatikgetriebe
- Mannschaftskabine in den Aufbau integriert
- Löschwassertank 2000 Liter
- Schaumtank 200 Liter
- 2 Pressluftatmer im Mannschaftsraum
- Hydraulischer Rettungssatz mit Schere, Spreizer und Rettungszylindern
- Pneumatisch ausfahrbarer Lichtmast mit 2x1000 Watt Strahlern
- 3 teilige Schiebleiter
- 13 KVA Notstromaggregat
- Umfangreiche Beladung für Technische Hilfeleistung und Brandbekämpfung
Das Löschgruppenfahrzeug LF8 ist speziell in unwegsamem Gelände einsatztaktisch wichtig. Wie das LF16/12 ist auch das LF8 aufgrund seiner Ausrüstung für die Brandbekämpfung und für technische Hilfeleistungen kleinen Umfangs geeignet. Einsatztaktisch ergänzt das LF8 das LF16/12, die Herstellung einer ausreichenden Wasserversorgung und das Sichern von schweren Lasten mittels Greifzug sind außerdem Teilaufgaben des Löschgruppenfahrzeugs.
Besonderheiten
- Frontpumpe, Leistung 800 l/min
- Eingeschobene TS 8/8, Leistung 800 l/min
- Geräte zur Brandbekämpfung
- Geräte zur Technischen Hilfeleistung kleineren Umfangs
- 4 Atemschutzgeräte
- Greifzug 1,6 Tonnen
- 3 KVA Notstromaggregat
- Beleuchtungssatz
- Motorsäge
Der Gerätewagen Transport (GW-T) ersetzt einen Schlauchwagen (SW 1000). Durch das modulare System des GW-T mittels Rollcontainer kann man in Zukunft nicht nur eine Wasserversorgung über lange Wegstrecke aufbauen, sondern je nach Beladung andere Einsatzszenarien abarbeiten. Zudem ermöglicht die Staffelbesatzung 1/5 ein eigenständiges arbeiten wie z.B. bei einem Unwettereinsatz.
Besonderheiten
- Allradantrieb 4x4
- Aufbau Plane/Spriegel
- Normbeladung
- Teilbare Alu-Bordwand mit 1000kg Hubkraft
- Gegensprechanlage Fahrerhaus/Aufbau
- Max. Beladung: 6 Rollcontainer
Vorhandene Rollcontainer
- 2 x Rollcontainer Schlauch (á 500m)
- 1 x Rollcontainer Strom/Licht
- 1 x Rollcontainer Wasserschaden
- 1 x Rollcontainer Ölspur
- 2 x Rollcontainer Gitterbox (leer)